• Privater Einsatz von Solarthermie

    by  • 25. Oktober 2015 • Klimaschutz, Solar

    Vakuumröhrenkollektor. Foto: RaBoe/Wikipedia

    Vakuumröhrenkollektor.
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    Die Solarenergie gehört wie die Wind- und Wasserkraft zu den regenerativen Energieformen, weil Sonnenenergie praktisch unendlich vorhanden ist. Ein weiterer Vorteil der Solarenergie ist ihre absolute Emissionsfreiheit. Im Gegensatz dazu stehen fossile Energieträger wie Kohle und Öl nur begrenzt zur Verfügung und ihre Nutzung hat schädliche Auswirkungen auf Klima und Umwelt. Die permanente Verteuerung der fossilen Energien lässt der Solarenergie immer stärkeres Interesse zukommen. Hauseigentümer interessieren sich vermehrt für die Nutzung der Solarenergie in Form von Solarthermie.

    Funktionsweise einer Solarthermieanlage

    Der wichtigste Bestandteil einer Solarthermieanlage sind die meist auf dem Dach installierten Kollektoren. Diese haben eine gläserne Oberfläche, unter der sich die sogenannten Absorber befinden. Diese absorbieren die auf die Kollektoren treffenden Sonnenstrahlen und heizen sich dadurch auf. Die entstandene Wärme wird durch ein in den Absorbern befindliches Röhrensystem, welches mit Solarflüssigkeit gefüllt ist, zum Wärmespeicher geleitet. Der in diesem Speicher befindliche Wärmetauscher überträgt die Wärme an das Trink- und Brauchwasser. Die steigende Effizienz moderner Solarthermieanlagen lässt auch die Heizungsunterstützung zu.

    Vorteile von Solarthermieanlagen

    Durch die Nutzung einer Solarthermieanlage wird nicht nur die Umwelt entlastet, es entstehen auch finanzielle Vorteile für den Eigentümer. Der Einsatz von sich ständig verteuernden fossilen Energieträgern wird deutlich eingeschränkt, das bedeutet sinkende Heizkosten. Noch größere Vorteile entstehen bei einer Gebäudemodernisierung. Bei der Erneuerung der Heizung kann ein umweltfreundliches System gewählt werden, das vollkommen ohne fossile Brennstoffe arbeitet. Holz- oder Pelletheizungen arbeiten CO2-neutral, das heißt, es entsteht bei der Verbrennung nicht mehr CO2, als beim Heranwachsen des Holzes von der Natur entnommen wurde. Darüber hinaus ist Holz ein ständig nachwachsender Rohstoff, der Preis für Hackschnitzel oder Pellets liegt deutlich unter dem von Heizöl oder Kohle. Durch die Kombination einer modernen Heizung mit einer Solarthermieanlage wird einerseits Unabhängigkeit von steigenden Heizkosten gewonnen und andererseits viel Geld gespart.

    Förderungsmöglichkeiten für Solarthermieanlagen

    Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet die Förderung von Solarthermieanlagen in Form von Zuschüssen, sowohl für Neubauten als auch für die Modernisierung von Altbauten. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die geplante Solarthermieanlage zur Wassererwärmung und zur Heizungsunterstützung geeignet ist. Weitere Solarthermieförderungen kommen von der KfW-Bankengruppe. Voraussetzung zur Teilnahme am Förderprogramm ist eine Solarkollektorenfläche, die 40qm nicht unterschreitet. Mehr Details zu den Fördermöglichkeiten finden Interessenten auf den Webseiten von BAFA und KfW.

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